TTSG Lauscha/Steinach – TTV Stadtlengsfeld 8:8

Ein wahrer Tischtennis-Krimi

(sw) 4 Stunden und 40 Minuten Spielzeit, 68 zumeist hart umkämpfte Sätze mit oft kuriosem Verlauf– zwischenzeitlicher 1:6-Rückstand, Dramatik pur, erstklassige und faire  Stimmung vor zahlreichen Zuschauern und am Ende ein gerechtes 8:8-Unentschieden. Das sind die wesentlichen Fakten vom Gastspiel des TTV Stadtlengsfeld beim Tabellennachbarn aus Lauscha/Steinach. Die Feldataler behalten mit diesem Punktgewinn den dritten Platz und können weiterhin in Richtung Tabellenplatz 2 schielen, der zur Relegationsrunde in die Verbandsliga berechtigt.

Der Beginn der Partie verlief allerdings überhaupt nicht zufriedenstellend für die Gäste aus dem Feldatal, denn alle drei Doppel gingen verloren. Dabei unterlagen Andreas Bernhardt/Thomas Piske und Daniel Bernhardt/Uwe Zimmermann ihren Gegnern Röhr/Bolz und Vital/Schober jeweils mit 1:3-Sätzen, während Stephan Wilhelm/Fred Hartmann in ihrem Doppel gegen Heinz/Rädlein beim 0:3 chancenlos waren.

Im oberen Paarkreuz wurden anschließend die Punkte geteilt. Stephan Wilhelm führte dabei in seinem Einzel gegen Vital im fünften Satz bereits mit 9:3, ehe er nach zwei äußerst bitteren Kantenbällen seines Gegners diesen doch noch an sich vorbei ziehen lassen musste. Daniel Bernhardt machte es aber am Nachbartisch gegen Vital im Entscheidungssatz aber besser und drehte einen 1:5-Rückstand noch in einen knappen 11:7-Erfolg.

Anschließend schien die Partie endgültig zu Gunsten der Gastgeber zu laufen, denn auch im mittleren Paarkreuz gab es zwei ganz bittere 2:3-Niederlagen. Andreas Bernhardt verlor dabei mit 9:11 gegen Heinz und Thomas Piske musste sich Mario Bolz mit 13:15 im fünften Durchgang geschlagen geben.

Doch die Stadtlengsfelder steckten nicht auf und auch das notwendige Glück kehrte anschließend zurück, denn auch die beiden letzten Einzel der ersten Runde endeten im fünften Durchgang. Hier hatten Fred Hartmann gegen Schober mit 11:9 und Uwe Zimmermann gegen Rädlein mit 11:7 die Nase vorn und verkürzten auf 3:6.

Stephan Wilhelm spielte im anschließenden Spitzenspiel gegen Röhr groß auf und ließ seinem Gegenüber beim 3:0-Erfolg keine Chance. Daniel Bernhardt gewann auch sein zweites Einzel – wiederum knapp im fünften Satz mit 11:9 – und verkürzte auf 5:6. Den Ausgleich konnte nun Andreas Bernhardt markieren. Auch er überzeugte in seinem zweiten Einzel ebenfalls und setzte sich gegen Bolz klar mit 3:0 durch.

Jedoch schien sich nun das Blatt direkt wieder zu wenden, denn Fred Hartmann hatte in seinem Einzel gegen Rädlein keine Chance und unterlag 0:3 und auch Thomas Piske erwischte einen schlechten Start gegen Heinz und lag mit 0:2-Sätzen in Rückstand. Er behielt aber die Ruhe und steigerte sich und drehte die Partie noch in einen knappen 3:2-Erfolg, sodass es 7:7 stand.

Uwe Zimmermann hatte nun die Möglichkeit, die Gäste erstmals in Führung zu bringen und dies sah zunächst auch klar danach aus. Jedoch musste auch er einen 2:0-Satzvorsprung noch aus der Hand geben und konnte in Satz 4 und 5 mehrere Matchbälle nicht nutzen – und unterlag seinem Gegner Schober in einer an Dramatik nicht zu überbietenden Partie in Satz 4 und 5 noch jeweils mit 14:16.

Somit mussten Andreas Bernhardt/Thomas Piske im Entscheidungsdoppel versuchen, wenigstens einen Punkt mit auf die Heimreise zu nehmen. Und dies sollte ihnen gegen Heinz/Rädlein auch nach starker Leistung mit einem hart umkämpften 3:0-Erfolg gelingen. Somit war das 8:8 in einem sehenswerten Spiel perfekt und es zeigte sich, dass die Tabelle nicht lügt und zwei ebenbürtige Teams an den Platten standen.

Für die Stadtlengsfelder steht nun am kommenden Samstag das nächste Heimspiel gegen den TTV Werragrund auf dem Programm, während Lauscha/Steinach den tabellenzweiten aus Schwarza empfängt. Beginn der Partie in der Turnhalle Stadtlengsfeld ist um 18 Uhr.

Die Punkte für Stadtlengsfeld holten: Daniel Bernhardt (2), Andreas Bernhardt, Thomas Piske (je 1,5), Stephan Wilhelm,  Fred Hartmann, Uwe Zimmermann (je 1)

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